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Polarisationsfilter Diese meistens kurz als Polfilter bezeichneten Filter enthalten in einer drehbaren Fassung zwischen schützenden Glasplatten eine Polarisationsfolie, die nur in einer Ebene schwingendes Licht durchläßt. Unpolarisiertes normales Licht wird ähnlich wie von einem Neutralgraufilter ND 2x etwa zur Hälfte geschwächt. Dagegen wird polarisiertes Licht vom Polfilter je nach dessen Einstellung (Drehwinkel) fast ungehindert durchgelassen, mehr oder weniger geschwächt oder im Extremfall gar fast vollständig gesperrt.
Licht wird polarisiert, wenn es bei schrägem Einfall von einer elektrisch nichtleitenden Oberfläche reflektiert wird. Nichtleitende Materialien sind z.B. Glas, Lack und Kunststoffe. Wegen der im Vergleich zu Metallen sehr geringen elektrischen Leitfähigkeit von Wasser sind auch Wasserspiegelungen polarisiert. Selbst Metalloberflächen wie etwa Aluminium-Hausfassaden können polarisieren, wenn durch Eloxieren oder natürliche Einflüsse (Kohlensäure und Luftsauerstoff) eine schlecht leitende Oxid- oder Carbonat-Oberflächenschicht entstanden ist.
Bei senkrechtem Lichteinfall entsteht keine Polarisation, und das Polarisationsfilter bleibt wirkungslos. Mit wachsendem Einfallswinkel bis etwa 55° - 60° jedoch nimmt die Polarisation auf ein Maximum zu (das Polfilter ermöglicht hier fast volle Reflexauslöschung) und bei noch schrägerem Lichteinfall wieder ab.
Durch Drehen des Polfilters in seiner Fassung vor dem Objektiv läßt sich die Intensität von Spiegelungen auf elektrisch nichtleitenden Oberflächen effektvoll nach dieser Regel steuern:
1. Verläuft die Polfilter-Durchlaßrichtung parallel zur Polarisationsebene, wird der Reflex doppelt so hell, weil das polarisierte Reflexlicht ungehindert durchgelassen wird, das übrige unpolarisierte Licht aber auf knapp unter 50% geschwächt wird.
2. Sind die Schwingungsrichtung des polarisierten Lichts und die Durchlaßrichtung des Polfilters zueinander gekreuzt, wird die Spieglung geschwächt oder gar fast völlig unterdrückt |